Torfestival auf Mülheimer Kunstrasen
SG Mülheim Kärlich - FV HH Morbach 5:3 | Presseschau

 

SG Mülheim-Kärlich – FV Hunsrückhöhe Morbach 5:3 (3:1)

Abwehrspieler trifft doppelt

 
5:3 gegen Morbach: Torfestival auf Mülheimer Kunstrasen
 

Gleich fünfmal durfte die SG 2000 Mülheim-Kärlich im Heimspiel gegen die FV Morbach jubeln. Am Ende stand ein 5:3-Sieg für die E
Gleich fünfmal durfte die SG 2000 Mülheim-Kärlich im Heimspiel gegen die FV Morbach jubeln. Am Ende stand ein 5:3-Sieg für die Elf von Nenad Lazarevic, die allerdings zum Ärger des Trainers auch zwei späte Gegentore kassierte.

 

Den Auftakt hatte sich Morbachs Coach Pascal Meschak sicherlich anders vorgestellt: Seine FV verlor bei der SG 2000 Mülheim-Kärlich mit 3:5 – zur Freude von Heimcoach Nenad Lazarevic, der allerdings auch einen Grund hatte, sich zu ärgern.

„Wir kassieren zu viele Gegentore.“ Eine Aussage, die Nenad Lazarevic vor dem Spiel gegen die FV Morbach getätigt hatte, bestätigte sich dann auch am Freitagabend – eben während besagter Partie seiner SG 2000 Mülheim-Kärlich gegen die FV Morbach, die den Auftakt in den 22. Spieltag der Fußball-Rheinlandliga bildete. Am Ende gewannen die Hausherren zwar mit 5:3 (3:1), ließen aber eben auch drei Treffer des Gegners zu. „Und die ärgern mich schon“, sagte Lazarevic in der anschließenden Analyse mit als Erstes.

Allerdings wollte er mit der Kritik die Leistung seiner Mannschaft nicht schmälern. „Das war insgesamt gut, die Tore waren gut rausgespielt, wir haben am Ende nicht mehr ganz viel zugelassen“, fasste es der Trainer zusammen. Zur Wahrheit gehörte aber auch, dass gerade die ersten 29 Minuten, also die Phase bis zum ersten Mülheimer Tor, eher den Gästen aus dem Hunsrück gehörten. Die waren mit neuem Trainer angereist, Pascal Meschak hatte zu Beginn der Woche für den überraschend zurückgetretenen Philipp Frank übernommen, hatten aber verständlicherweise an ihrem Spiel nicht allzu viel verändert, waren darauf aus, die Räume eng zu machen und durch schnelle Balleroberungen den Ball schnell ins letzte Drittel zu bringen. Mit viel Präzision, mit schönem Kombinationsspiel, mit ansprechendem Fußball. Aber eben auch, ohne sich die ganz klaren Chancen zu erarbeiten.

Morbach macht aus einer Eckenflut zu wenig

In der Anfangsviertelstunde hätte es dafür durchaus die eine oder andere Gelegenheit gegeben, denn die Gäste hatten rund ein halbes Dutzend Eckbälle, machten daraus aber insgesamt zu wenig, wie sie auch aus einer guten Anfangsphase zu wenig machten. „Damit war ich aber definitiv zufrieden, die Jungs haben gezeigt, dass sie Fußball spielen können“, sagte Meschak.

Morbachs neuer Trainer Pascal Meschak war mit den ersten 30 Minuten seiner Mannschaft zufrieden, allerdings verlor die FV mit deiMorbachs neuer Trainer Pascal Meschak war mit den ersten 30 Minuten seiner Mannschaft zufrieden, allerdings verlor die FV mit dem ersten Gegentor den Faden und nahm ihn erst zu spät im Spiel wieder auf.

Jörg Niebergall

Wie das Toreschießen funktioniert, das zeigten dann aber die Hausherren – mit durchgängig sehenswerten Treffern. Den Anfang machte Paul Heuser, der nach einem genialen Schnittstellenpass von Tom Weis allein vor Morbachs Keeper Yannick Görgen stand und den Ball überlegt ins Eck schob (29.). Nur sechs Minuten später wurde Weis vom Vorlagengeber zum Torschützen, brachte die Kugel aus rund 19 Metern platziert im Eck unter, hatte dabei sicherlich auch ein Stück weit davon profitiert, dass Görgen nach einer Rettungstat gegen Pascal Steinmetz noch nicht wieder zurück an Ort und Stelle gewesen war. „In der Phase haben wir komplett den Faden verloren“, befand Meschak.

Dennoch kam sein Team unmittelbar danach zum Anschlusstreffer, als Lukas Servatius eine Hereingabe von Philip Meeth verwertete (37.). Während sich beide Mannschaften in der ersten halben Stunde schwergetan hatten, sich überhaupt Chancen rauszuspielen, ging das muntere Toreschießen vor der Pause weiter. Praktisch mit dem Pausenpfiff erzielte Steinmetz mit einem schönen Sololauf über links und einem platzierten Schuss ins lange Eck, der vom Innenpfosten ins Tor ging, das 3:1. „Das war ein wenig der Genickbruch“, sagte der Gästetrainer, der seiner Mannschaft zwar in der Kabine mit auf den Weg gab, dass sie an die ersten 30 Minuten anknüpfen solle, der aber nach Wiederanpfiff erst einmal ein „wildes Spiel“ sah.

„Da war unsere Struktur nicht mehr so gut, das ist aber auch normal, wenn man die halbe Mannschaft auswechselt.“

Mülheims Trainer Nenad Lazarevic über die Schlussphase seiner Mannschaft

Die Struktur bei den Gästen war dahin, Morbach leistete sich ungewohnt viele Fehler im Spielaufbau – und die SG 2000 blieb vor dem gegnerischen Tor kompromisslos. Genau genommen war es Abwehrspieler Tobias Uhrmacher: Mit einem Schuss aus dem Rückraum erzielte er das 4:1 (50.), acht Minuten später ließ er nach Vorarbeit von Martin Jacobs per Kopf das 5:1 folgen. „Hattrick“, schrie einer seiner Mitspieler, als Uhrmacher kurz darauf noch einmal zum Schuss kam – den Ball da aber deutlich neben das Tor setzte.

In der Folge wechselte Lazarevic munter durch und das wirkte sich auch auf den Mülheimer Spielfluss aus. „Da war unsere Struktur nicht mehr so gut, das ist aber auch normal, wenn man die halbe Mannschaft auswechselt“, sagte Lazarevic. Der musste dann noch zwei Gegentore mitansehen: Einmal nach Fehler von Marc Reifenschneider im SG-2000-Tor, der einen Ball praktisch auf den Kopf von Morbachs André Petry faustete (82.), einmal nach einem Eckball durch Bastian Süß (90.+3). „Kriegen wir vorher den Elfmeter zugesprochen, steht es vielleicht 5:4, dann kann es noch einmal eng werden“, spielte Meschak auf eine Szene nach 76 Minuten an, als Reifenschneider gegen Süß einen Schritt zu spät kam und beide zu Boden gingen. Die Morbacher Bank forderte vehement einen Pfiff, der blieb allerdings aus. Es wäre die Chance auf ein früheres 2:5 gewesen.

So aber blieb es bei den drei Toren für die Gäste und eben bei drei Gegentoren für Lazarevics Mülheim. Der konnte am Ende aber damit leben, fand dann doch, dass seine Mannschaft mehr gut als schlecht gemacht hatte – und die Zuschauer rund um den Kunstrasen freute das Torfestival ohnehin.

SG 2000 Mülheim-Kärlich – FV Morbach 5:3 (3:1)

Mülheim-Kärlich: Reifenschneider – Ternes, Sauer, Scheu, Uhrmacher – Männchen (68. Semmler), Weis – Heuser (55. Hillen), Aretz (61. Platzek), Steinmetz (79. C. Rönz) – Jacobs.

Morbach: Görgen – Marcel Schultheis (58. Petry), Martin Schultheis, Haubst, Ruster – Meeth, Kahyaoglu, Kappes, Servatius (80. Schurich) – Schell, Lorenz (58. Süß).

Schiedsrichter: Nicolas Prinz (Trier).

Zuschauer: 130.

Tore: 1:0 Paul Heuser (29.), 2:0 Tom Weis (35.), 2:1 Lukas Servatius (37.), 3:1 Pascal Steinmetz (45.), 4:1, 5:1 Tobias Uhrmacher (50., 58.), 5:2 Andre Petry (82.), 5:3 Bastian Süß (90.+3).
Quelle: Rheinzeitung

 



Das war  die Vorschau

Frank-Nachfolger ist gefunden

 
Morbach reist schon mit neuem Trainer nach Mülheim
 

Der Spielplan in der Fußball-Rheinlandliga sieht es meist vor, dass Mülheim früh in der Saison nach Morbach reisen muss und früh
Der Spielplan in der Fußball-Rheinlandliga sieht es meist vor, dass Mülheim früh in der Saison nach Morbach reisen muss und früh im neuen Jahr daheim gegen die FV spielen muss. In der Vorsaison gewannen Niklas Ternes (weißes Trikot) und seine SG 2000 daheim mit 4:2.

 

 Die FV Morbach geht mit einem neuen Trainer in das Auswärtsspiel bei der SG 2000 Mülheim-Kärlich. Der Nachfolger für Philipp Frank war bereits zu Wochenbeginn gefunden. Doch SG-2000-Coach Nenad Lazarevic lenkt den Fokus auf sein Team.

 

Mit einem neuen Gesicht an der Seitenlinie wird die FV Morbach am Freitagabend (20 Uhr) zur SG 2000 Mülheim-Kärlich reisen. Nachdem der bisherige Coach Philipp Frank vor der Partie gegen den Ahrweiler BC am vergangenen Wochenende überraschend seinen Rücktritt erklärt hatte (wir berichteten), haben die Verantwortlichen um den sportlichen Leiter Marcel Lorenz bereits zu Beginn der Woche Nägel mit Köpfen gemacht: Pascal Meschak hat bereits unter der Woche – zusammen mit Co-Trainer Kevin Greweling – das erste Training beim aktuellen Tabellensechsten der Fußball-Rheinlandliga übernommen und wird folglich auch in Mülheim die Geschicke lenken.

„Wenn sie 15 Neuzugänge vermeldet hätten, dann hätte ich mir mehr Gedanken gemacht, aber so wissen wir sehr genau, was uns erwartet: ein spielstarker Gegner, gegen den wir uns keine Ruhephasen wie die in Bitburg leisten dürfen.“

Mülheims Trainer Nenad Lazarevic

Bereits vor der Verpflichtung Franks hatte es erste Kontakte zwischen dem FV-Vorstand und Meschak gegeben, damals war das Engagement allerdings nicht zustande gekommen. Jetzt seien sich beide Seiten, das berichtet Lorenz, schnell einig geworden, „weil wir gemerkt haben, dass wir den gleichen Weg einschlagen wollen“, sagt der sportliche Leiter. Konkret bedeutet das: Die FV will ich künftig noch mehr im oberen Tabellendrittel festsetzen, will Spieler weiterentwickeln und damit den Weg weitergehen, der bereits mit Frank begonnen worden war.

Der 37-jährige Meschak war zuletzt bei seinem Heimatverein SV Zeltingen-Rachtig als Trainer aktiv, kickte einst unter anderem für den FSV Salmrohr in der Oberliga. „Ich werde ihm natürlich viel Glück wünschen“, sagt Mülheims Trainer Nenad Lazarevic über die Personalentscheidung beim Gegner, macht aber auch deutlich, dass er den Fokus vor allem auf seine Mannschaft legen will. „Wenn sie 15 Neuzugänge vermeldet hätten, dann hätte ich mir mehr Gedanken gemacht, aber so wissen wir sehr genau, was uns erwartet: ein spielstarker Gegner, gegen den wir uns keine Ruhephasen wie die in Bitburg leisten dürfen.“

Die Partie in der Eifel hatte seine Mannschaft am vergangenen Freitag mit 2:3 verloren, hatte sich besagte 15 schwache Minuten geleistet und in dieser Zeit das Spiel aus der Hand gegeben. Die Aufarbeitung genau dieser Phase stand unter der Woche dann auch im Mittelpunkt der Aufarbeitung. Zumal Lazarevic sehr genau weiß, dass auch Morbach die Qualität hat, so etwas eiskalt auszunutzen. „Natürlich hat man während der 90 Minuten immer mal wieder Momente, in denen man nicht so stabil ist, aber dann müssen wir trotzdem konsequent in unseren Aktionen sein“, so die Forderung des Trainers.

Mülheim kassiert zu viele Gegentore, hat aber gegen Morbach meist gut ausgesehen

Von den 35 Gegentoren, die aus seiner Sicht „viel zu viele“ sind, sind viele auf genau diese Instabilität und Inkonsequenz zurückzuführen. „Das muss klar besser werden, ich gewinne als Trainer ein Spiel lieber 1:0 als 4:3“, sagt er, wohlwissend, dass dem geneigten Zuschauer die umgekehrte Variante deutlich lieber sein dürfte.

Und dem sei gesagt: Für ein torarmes Spiel spricht am Freitag nicht allzu viel: 4:0, 3:2, 4:2, 3:1 und 4:4 endeten die Partien aus Mülheimer Sicht. Das zeigt auch: Morbach scheint der SG 2000 zu liegen. Oder? „Tatsächlich haben wir gegen sie meist gut ausgesehen, aber auch, weil wir einen wirklich guten Tag erwischt haben“, sagt Lazarevic.

Morbachs Lorenz erinnert sich noch gut, oder besser gesagt schlecht, an die Heimspiele, in der seine Mannschaft nicht den Hauch einer Chance hatte. „Aber in Mülheim haben wir es immer geschafft, die Spiele knapper zu gestalten.“ Dieses Mal wurde er gern Zählbares und den Schwung aus dem 0:0 daheim gegen den Ahrweiler BC mitnehmen. Das gleiche Team jedenfalls steht seinem neuen Coach Pascal Meschak zur Verfügung.

Bei den Hausherren ist Daniel Aretz wieder ins Training eingestiegen, dafür ist Bastian Hollendung, der sich nach Verletzung rangekämpft hatte, wieder angeschlagen. Aber Lazarevic macht auch deutlich, dass der Kader breit genug sein wird – dass es vielmehr darauf ankommt, 90 Minuten lang stabil zu bleiben. Egal, wer bei den Gästen an der Linie steht.
Quelle: Rheinzeitung



Kampf der Nachzügler

Für die SG Mülheim-Kärlich und die FV Hunsrückhöhe ist die Spitzengruppe nur noch unter starker Mithilfe zu erreichen. Deshalb geht es im Aufeinandertreffen der Nachzügler vornehmlich um Rang vier. Morbach tritt dabei mit neuem Trainer an.

Die SG Mülheim-Kärlich unterlag am letzten Spieltag dem FC Bitburg und vergab damit eine Großchance, Boden auf die Top Drei gutzumachen. Stattdessen wuchs der Rückstand weiter an und bei zehn Zählern Rückstand zur Spitze ist der Zug für die SGMK wohl bereits abgefahren. 

Reibungslos läuft es auch bei den Morbachern nicht, bei denen es Veränderung auf der Trainerposition gibt. Philipp Frank nahm wohl noch vor dem Ahrweiler-Spiel seinen Hut nach scheinbarem Zerwürfnis mit der Führungsebene des Vereins. Der erst kürzlich verlängerte Vertrag wurde entsprechend aufgehoben. Neuer Mann an der Seitenlinie ist Ex-Zeltingen-Coach Pascal Meschak.

Meschak hat keine lange Anlaufzeit: Nach der Niederlage gegen Arzfeld blieb ein Sieg zwar aus, doch das Remis gegen Spitzenreiter Ahrweiler BC darf zumindest als Teilerfolg gewertet werden. Klar ist allerdings, dass gegen die Mülheim-Kärlicher, die derzeit nur zwei Punkte mehr auf dem Konto haben, am Ende besser ein Dreier zu Buche stehen sollte. Dieser blieb beim letzten Duell allerdings aus: Mit 0:4 unterlag die Hunsrückhöhe-Elf in ihrem Heimspiel und hat damit auswärts einiges gutzumachen. 

Mülheim-Kärlich, Fr., 06.03., 20.00h
Quelle: 11er-online.de



SG 2000 Mülheim-Kärlich - FV Hunsrückhöhe Morbach (Freitag, 20 Uhr, Kunstrasenplatz Mülheim-Kärlich)