Tabellenführer Ahrweiler reist nach Morbach
FV HH Morbach - Ahrweiler BC | So 01.03.2026 | 15 Uhr

FV Hunsrückhöhe Morbach – Ahrweiler BC (Sonntag, 15 Uhr, Kunstrasenplatz Alfons-Jakobs-Stadion Morbach)

Ausgangslage: Die jüngste 2:4-Niederlage bei Abstiegskandidat Arzfeld ließ die Hunsrücker ratlos zurück. Reife und Cleverness gingen Mitte der zweiten Hälfte verloren. Morbach stellte trotz einer 2:1-Führung und in Überzahl das Fußballspielen ein und ließ sich vom Aufsteiger auseinandernehmen. Daher setzten sich die Verantwortlichen mit der Mannschaft am Montagabend zusammen, um die Partie zu analysieren. Nach TV-Informationen ging die Aussprache zwischen sportlicher Leitung und Trainerteam von 21 Uhr bis kurz vor Mitternacht. Über die Art und Weise der Diskussion gab und gibt es unterschiedliche Auffassungen. Es scheint jedenfalls mächtig geknallt zu haben. Marcel Lorenz, Sportlicher Leiter der Fußballvereinigung, lässt durchblicken: „In Überzahl haben wir in Arzfeld die Gegentore viel zu einfach kassiert. Bereits im bisherigen Saisonverlauf waren wir bei gegnerischen Standards zu nachlässig. Daher haben wir am Montagabend ein Signal an die Mannschaft gerichtet. Aktuell ist Philipp Frank erkrankt, wird das Abschlusstraining nicht leiten können und ist auch für Sonntag fraglich.“ Näher will sich Lorenz erst nach einem weiteren, für den heutigen Donnerstagabend anberaumten Gespräch mit Frank äußern. Philipp Frank teilt derweil enttäuscht mit: „Es sind Sachen vorgefallen, die eine weitere Zusammenarbeit in Morbach mit der sportlichen Leitung unmöglich machen.“ Nach TV-Informationen hegt Frank aktuell sogar Rücktrittsgedanken. Ein weiterer Bericht folgt.

Ausgerechnet in dieser verworrenen Lage empfängt die FVH am Sonntag den Spitzenreiter. Ahrweiler gilt defensiv als verwundbar, auch wenn sich das offensivstärkste Team der Liga vorige Woche gegen den FC Bitburg mit 5:2 behauptete. Im Hinspiel waren die Morbacher lange auf Augenhöhe und verloren nach einem späten Treffer mit 2:3.

Personal: Matthias Ruster hat einen grippalen Infekt überstanden und kehrt ins Aufgebot zurück.

UPDATE vom Freitagmittag: Das für Donnerstag geplante Gespräch hat nach Angaben von Marcel Lorenz nicht stattgefunden. Stattdessen habe es "viele Telefonate gegeben". Am heutigen Freitag sollen möglicherweise Mitglieder des Mannschaftsrats und Lorenz das Training leiten. Wer am Sonntag gegen Ahrweiler auf der Bank sitzt, werde sich am Abend herausstellen, so Lorenz. Ob Philipp Frank nun bleibt oder nicht, ist nach Angaben des FVH-Fußballchefs noch offen.(AA)
Quelle: Volksfreund - FuPa.net


Ahrweiler reist nach Morbach

 
Bei nächstem ABC-Gegner rumort es, Frank vor Rücktritt
 

Im Hinspiel taten sich Ahrweilers Spielertrainer Markus Pazurek (rotes Trikot) beim 3:2 gegen die FV Morbach schon mächtig schwe
Im Hinspiel taten sich Ahrweilers Spielertrainer Markus Pazurek (rotes Trikot) beim 3:2 gegen die FV Morbach schon mächtig schwer. Und auch dieses Mal erwartet der Coach eine Menge Gegenwehr. Aus Gründen.

Rheinlandliga-Tabellenführer Ahrweiler BC reist am Sonntag zur FV Morbach und damit zu einer Mannschaft, bei der es unter der Woche eine Menge Redebedarf war. Das wiederum macht die Aufgabe für den ABC noch herausfordernder.

Ohne Frage, es war noch mächtig Sand im Getriebe beim Ahrweiler BC zum Restart in die Fußball-Rheinlandliga: Die Mannschaft von Spielertrainer Markus Pazurek gewann ihr Spiel gegen den FC Bitburg am Ende zwar deutlich mit 5:2, ließ es aber an der nötigen Leichtigkeit fehlen, erlaubte sich zu viele Stockfehler und legte dem Eifel-Klub die Gegentore praktisch selbst auf. Doch schaut man auf den kommenden Gegner des ABC, dann ist das Hadern beim Tabellenführer ganz gewiss ein Hadern auf sehr hohem Niveau. Denn die FV Morbach, bei der Ahrweiler am Sonntag (15 Uhr) auf dem Kunstrasen gastiert, verlor ihr Auftaktspiel bei der abstiegsgefährdeten SG Arzfeld trotz 2:1-Führung und trotz Überzahl am Ende mit 2:4 – und das wiederum sorgte dafür, dass es unter der Woche mächtig rumorte bei der Hunsrücker Fußballvereinigung.

Obwohl Coach Philipp Frank bereits seine Zusage für die kommende Saison gegeben hatte, steht aktuell ein Rücktritt im Raum. In Abwesenheit des erkrankten Trainers wurden Krisengespräche geführt, es klingt, als sei zumindest das Band zwischen Trainer und sportlicher Leitung zerschnitten. Dem Trierischen Volksfreund gegenüber sagte Frank: „Es sind Sachen vorgefallen, die eine weitere Zusammenarbeit in Morbach mit der sportlichen Leitung unmöglich machen.“ Damit scheint klar: Es gibt nur eine Entweder-Oder-Lösung.

Beim ABC war unter der Woche ruhige, aber doch kritische Analyse angesagt

Pazurek hat das natürlich alles mitbekommen. Die Niederlage ebenso wie die daraufhin folgenden Diskussionen. Er weiß, dass das die Aufgabe in Morbach noch einmal herausfordernder werden lässt. Eben weil sowohl die Niederlage als auch die anschließenden Querelen durchaus auch eine Jetzt-erst-recht-Reaktion hervorrufen können. Doch der Ex-Profi ist lange genug im Geschäft, um auch zu wissen, dass in so einem Fall der beste Weg der ist, sich auf sich selbst zu konzentrieren.

Schließlich lieferte seine Mannschaft am vergangenen Wochenende selbst genug Anknüpfungspunkte. „Wir haben das unter der Woche analysiert, die Jungs sind da auch selbstkritisch“, sagt Pazurek, der optimistisch ist, dass es seinem ABC gelingt, eine Leistungssteigerung auf den Kunstrasen zu bringen. Auch wenn er selbst den Wechsel von dem Trainingsplatz Kunstrasen auf den Rasen im Apollinarisstadion keineswegs als Ausrede gelten lassen wollte („Als Fußballer willst du doch einfach nur eine Murmel am Fuß haben, egal, auf welchem Untergrund“), weiß er auch, dass es schon eine Umstellung war und dass seine Mannschaft eine gewisse Zeit gebraucht hatte, um sich an den tiefen Rasen zu gewöhnen. In Morbach wird zumindest das kein Problem sein.

„Ich habe es in meiner Karriere schon immer so gehandhabt, dass ich den Blick auf die nächste Partie richte, aber ich kann auch verstehen, dass es für den Verein ein besonderes Spiel ist und dass auch der eine oder andere Spieler das schon im Hinterkopf hat.“

ABC-Trainer Markus Pazurek über das Pokalspiel gegen die TuS Koblenz

Auch die Personalsituation sollte nicht zum Problem werden, denn Pazurek kann am Sonntag auf den kompletten Kader zurückgreifen, hat also die ganz große Auswahl. Spielen werden die, die sich im Training anbieten: „Ich bin ein großer Fan davon, die Leistung unter der Woche zu honorieren. Und da hat jeder die Chance, sich anzubieten.“ Heißt auch: Es könnte Änderungen gegenüber dem Bitburg-Spiel geben, es muss aber keine Änderungen geben.

Hat er dabei schon den Rheinlandpokal-Viertelfinalkracher am kommenden Mittwoch zu Hause gegen die TuS Koblenz im Blick? „Ich habe es in meiner Karriere schon immer so gehandhabt, dass ich den Blick auf die nächste Partie richte, aber ich kann auch verstehen, dass es für den Verein ein besonderes Spiel ist und dass auch der eine oder andere Spieler das schon im Hinterkopf hat.“ Mittlerweile sind auch fast alle Sitzplatzkarten auf der Tribüne vergriffen, der ABC erwartet gegen den Oberligisten also volles Haus. Das spielt aber, wie gesagt, für Pazurek keine Rolle. Sein Fokus liegt auf der Liga – und da muss erst einmal das schwere Auswärtsspiel in Morbach bewältigt werden, ehe die Konzentration dem „Bonusspiel“ gegen die TuS Koblenz gilt.
Quelle: Rheinzeitung


Nach der überraschenden Niederlage gegen das Kellerkind aus Arzfeld empfängt die FV Hunsrückhöhe nun den Spitzenreiter der Rheinlandliga. Gelingt den Morbachern gegen Ahrweiler ihrerseits eine Überraschung oder droht der Restrunden-Fehlstart?

Trotz einer Halbzeit in Überzahl und zwischenzeitlicher Führung entschied die FV Hunsrückhöhe das Spiel gegen die abstiegsgefährdete SG Arzfeld nicht für sich. Kein guter Start ins Jahr, zudem in den kommenden beiden Wochen andere Kaliber auf die Morbacher warten: Spitzenreiter Ahrweiler BC und die SG Mülheim-Kärlich. Will die Hunsrückhöhe-Elf also in die Top Fünf zurückkehren und dort eine Top-Position festigen, sollte man besser nicht mit drei Niederlagen in die Restrunde starten. Und ausgeschlossen ist ein Erfolg gegen den ABC keineswegs: Die Morbacher hatten in den direkten Duellen meist die Nase vorn und unterlagen im Hinspiel aufgrund eines späten Treffers nur knapp mit 3:2. Vor heimischem Publikum dürfte man nun auf eine Wiedergutmachung aus sein. 

Klar ist: Will man Zählbares einfahren, muss man defensiv stabiler stehen. Ahrweiler stellt mit 68 Toren die stärkste Offensive der Liga und mit Almir Porca (25 Tore) den Toptorjäger. Weiterhin punktgleich mit Rot-Weiss Wittlich, wird der ABC am Sonntag erneut alles daran setzen, diese Stärke auszuspielen und den nächsten Sieg einzufahren.

Morbach, So., 01.03., 15.00h
Quelle: 11er-online.de