Dieses Team mischt die Rheinlandliga auf
Winterfazits der Fußball-Rheinlandligisten

Morbach/Stadtkyll ·
Winterfazits der Fußball-Rheinlandligisten: Im dritten Teil geht’s um die FV Hunsrückhöhe Morbach und die SG Schneifel.

Wohin führt der Weg von Philipp Bauer (vorne), Jan Pidde (im Hintergrund) und der SG Schneifel? Als Tabellendritter sitzen sie dem Führungsduo Ahrweiler/Rot-Weiss Wittlich im Nacken – und verspüren vor dem Start in die Rest-Rückrunde keinerlei Druck.

Wohin führt der Weg von Philipp Bauer (vorne), Jan Pidde (im Hintergrund) und der SG Schneifel? Als Tabellendritter sitzen sie dem Führungsduo Ahrweiler/Rot-Weiss Wittlich im Nacken – und verspüren vor dem Start in die Rest-Rückrunde keinerlei Druck.

Foto: Alfred Mehles FuPa

 

In der Tabelle der Fußball-Rheinlandliga trennen sie lediglich zwei Plätze – doch zwischen dem fünftplatzierten FV Hunsrückhöhe Morbach und dem Tabellendritten SG Schneifel liegen bereits acht Punkte. Was ist noch drin in der Rest-Rückrunde? Was hat sich personell getan, und wie sieht ihre eigene Zukunft aus? Antworten auf diese Fragen geben die beiden Trainer Philipp Frank und Stephan Simon.

Trainer: Erst vor wenigen Tagen gab es ein Gespräch zwischen den Verantwortlichen der FVH und Frank. Dabei sagte der Coach zu, auch im nächsten Jahr als Trainer zur Verfügung zu stehen. Vor allem der Wille des Vereins, den nächsten Schritt zu gehen, habe ihn von diesem Schritt überzeugt. „Spieler wie Sebastian Schell und Marcel Schultheis haben signalisiert, dass sie den Weg weiter gehen möchten. Wir haben in den vergangenen Jahren oft dasselbe Ziel erreicht, weshalb der Hunger nach mehr auch bei den Spielern da ist“, lässt Frank durchblicken.

Saisonziel: In der aktuellen Situation sieht der Trainer kaum mehr eine Möglichkeit, noch ernsthaft oben ranzukommen. Vor allem in den Spitzenspielen sei man oft nicht auf dem Niveau gewesen, das nötig sei, um die Topteams zu schlagen. Daher lautet das vorrangige Ziel Franks, den jetzigen fünften Tabellenplatz mindestens zu verteidigen, vielleicht auch noch auf Rang vier vorzurücken.

Prognose: Am Ende wird die FV Hunsrückhöhe Morbach im oberen Tabellendrittel landen. Zu den Aufstiegsrängen ist der Abstand bei momentan neun Punkten Rückstand zwar zu groß, mit der nötigen Konstanz ist aber der vierte Platz weiterhin machbar.

 

SG Schneifel (dritter Platz, 57:28-Tore, 44 Punkte)

Etwas überraschend kämpft die Sportgemeinschaft aus Auw, Stadtkyll, Ormont, Hallschlag, Feusdorf und Esch mit den beiden Aufstiegsfavoriten aus Ahrweiler und Wittlich um den Aufstieg. Beide Kontrahenten wechselten im Winter überraschend den Trainer. Kontinuität und Ruhe herrscht dagegen in der Schneifel.

Vorbereitung: Der erste Test beim SV Rot-Weiss Wittlich wurde wegen einer längeren Verletzungsunterbrechung von RW-Spieler Jason Thayaparan eine Viertelstunde vor Schluss beim Stand von 4:0 für die Säubrenner abgebrochen (TV berichtete). Eine Woche später gewann man mit 5:0 beim SV Lüxem. Mosella Schweich (ebenfalls Bezirksliga West) wurde mit 4:1 geschlagen. Am vergangenen Sonntag folgte ein 4:0 beim BCV Glesch-Pfaffendorf (Landesliga Mittelrhein). Der letzte Test steht am Mittwoch bei einem weiteren Landesligisten, dem TuS Chlodwig Zülpich (20 Uhr), auf dem Plan.

„Bisher lief es sehr gut für uns. Es macht vor allem bei unserem kleinen Kader einen großen Unterschied, ob wir wie jetzt mit 20 Spielern oder wie vor der Winterpause nur mit 13 Spielern trainieren können. In den ersten Wochen haben wir den Fokus darauf gesetzt, körperlich fit zu sein, jetzt geht es darum, uns spielerisch auszutoben und verschiedene Dinge zu optimieren“, zieht Stephan Simon, Trainer der Sportgemeinschaft, ein positives Zwischenfazit.

Transfers und Personal: Abgänge gibt es keine. Die Zugänge Pascal Krämer (SG Mehlental/Bleialf) und Giovanni Vacca (SG Prümer Land-Wallersheim, siehe Artikel rechts) machen den Kader auch in der Breite besser. „Wir hatten Pascal schon länger auf dem Schirm und waren in den vergangenen Jahren immer mal wieder an ihm dran. Da hat es aber nie gepasst. Zuletzt hatte er einen Kreuzbandriss. Da war nun die Frage, ob er wieder an sein altes Leistungslimit herankommt, was ich nach jetzigem Stand absolut bestätigen kann. Giovanni ist noch sehr jung und talentiert, muss aber noch einiges lernen. Wir planen auch mit ihm langfristig“, so Simon. Mit Daniel Zunk (Kreuzbandriss), Christian Babendererde (Kreuzbandriss) und Alexander Zapp (Ellbogenfraktur) kehren gleich drei etatmäßige Stammspieler nach überstandenen Verletzungspausen zurück in den Kader.

Trainer: Stephan Simon hat erst im vergangenen Winter seinen Vertrag um zwei Jahre bis Sommer 2027 verlängert, weshalb es hier aktuell keine offenen Fragen gibt.

Saisonziel: „Unser Ziel ist es nun, zunächst mal keinen Platz mehr in der Tabelle zu verlieren. Es klingt vielleicht seltsam, aber in erster Linie sind wir froh, dass wir nach der Winterpause nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben werden“, so der Trainer der Sportgemeinschaft, die im bisherigen Saisonverlauf durch ihre vielen starken Auftritte die Liga aufgemischt hat. Zudem sei man der Jäger, mit dem vor der Saison niemand gerechnet habe.

Prognose: Schon einmal – in der Saison 2023/24 – spielte die SG Schneifel eine ähnlich starke erste Saisonhälfte. Am Ende fehlte es an der Qualität in der Breite des Kaders, um Ausfälle über einen längeren Zeitraum zu kompensieren. Bleibt die Sportgemeinschaft dieses Mal von solchen Ausfällen verschont, geht es in die Relegation zur Oberliga.

Quelle: Volksfreund - FuPa.net