Arzfeld sorgt für einen Knalleffekt
SG Arzfeld - FV HH Morbach 4:2 | Ptesseschau

 

Arzfeld · Fußball-Rheinlandliga: In Unterzahl lagen sie bis tief in die zweite Hälfte hinein mit 1:2 zurück. Was der SG Arzfeld im Duell mit der FV Hunsrückhöhe Morbach dann noch gelang, gehört zweifellos in die Kategorie „denkwürdig“.

Als Marius Lempges (auf dem Boden liegend) in der Nachspielzeit mit einem fulminanten Fernschuss das 4:2 markiert hatte, kannte der Jubel bei der über eine Hälfte lang in Unterzahl agierenden SG Arzfeld keine Grenzen.

Als Marius Lempges (auf dem Boden liegend) in der Nachspielzeit mit einem fulminanten Fernschuss das 4:2 markiert hatte, kannte der Jubel bei der über eine Hälfte lang in Unterzahl agierenden SG Arzfeld keine Grenzen.

Foto: Andreas Arens

Die Zuschauer verwandelten den Kunstrasenplatz in ein Tollhaus, Stadionsprecher Uwe Heyen steigerte sich von Tor zu Tor – und versah die Treffer Nummer zwei bis vier genüsslich mit dem Zusatz „In Unterzahl“. Was die SG Arzfeld gegen die FV Hunsrückhöhe Morbach am späten Samstagnachmittag im ersten Spiel nach der Winterpause bot, hatte es in sich.

Statt die Partie mit einem Mann mehr und der Führung im Rücken souverän zu kontrollieren, bot der Tabellenfünfte nach Ansicht des sportlichen Leiters Marcel Lorenz „Angsthasenfußball“. Arzfeld witterte seine Chance. Nachdem ein Bastian-Propson-Freistoß nur unzureichend geklärt worden war, nahm Martin Schmitz aus gut 16 Metern Maß und traf zum 2:2 (75.).

Fortan verlor der FVH phasenweise völlig die Ordnung. Höhepunkt der Unordnung war der Ausrutscher von Torwart Yannick Görgen: Nach einem Rückpass von Noah Lorenz geriet er ins Straucheln, Tom Biewald schaltete am schnellsten und schob zum 3:2 ein (82.). „Unfassbar“, strahlte der 21-Jährige nach seinem ersten Rheinlandliga-Tor. „So spät gegen so einen Gegner zu treffen, ist kaum zu beschreiben.“

Morbach warf noch einmal alles nach vorne, agierte jedoch ohne klare Struktur – und kassierte in der Nachspielzeit sogar noch das 2:4: Marius Lempges setzte einen 25-Meter-Schuss unhaltbar ins Netz (90.+2) und traf ebenso wie Schmitz und Biewald erstmals in der höchsten Verbandsspielklasse.

„Einige meinten wohl, das Spiel sei nach dem 2:1 entschieden gewesen. Dass wir es noch aus der Hand geben, war eigene Dummheit“, sagte Frank, zollte dem abstiegsbedrohten Aufsteiger aber auch Respekt: „Kompliment, wie sie gefightet haben.“

Mit diesem Knalleffekt setzten die Isleker im Kampf um den Klassenverbleib ein Ausrufezeichen. Spielertrainer Trenz hob insbesondere die läuferische und kämpferische Leistung hervor – und die Bedeutung der Bank: „Wir haben vor dem Spiel gesagt, dass unsere Einwechselspieler nicht Notnagel sein sollen, sondern die Partie positiv verändern. Das ist ihnen gelungen.“

SG Arzfeld/Daleiden/Dasburg-Dahnen - FV Hunsrückhöhe Morbach 4:2 (1:0)

Arzfeld: Florian Moos - Robin Antony, Johannes Morgens, Julian Propson, Bastian Propson (85. Dennis Ewen) - Musa Bah (65. Tom Biewald), Marius Lempges, Jan Mayers, Joschka Trenz (90. Dustin Jakobi) - Martin Schmitz (90.+4 Niklas Kockelmann), Jakob Lempges (65. Fynn Juchmes).

Morbach: Yannick Görgen - André Petry, Martin Schultheis (84. Bastian Süß), Matthias Haubst - Marcel Schultheis, Yusuf Kahyaoglu, Louis Kappes, Henrik Molitor (55. Lukas Servatius) - Sebastian Schell, Philip Meeth (67. Matthias Ruster) - Noah Lorenz.

Schiedsrichter: Luis Herrig (Föhren)

Zuschauer: 155

Tore: 1:0 Sebastian Schell (36., Eigentor), 1:1, 1:2 Noah Lorenz (57., 61.), 2:2 Martin Schmitz (75.), 3:2 Tom Biewald (82.), 4:2 (Marus Lempges (90.+2)

Gelb-Rot: Jan Mayers (SG Arzfeld, 43.)

Quelle: Volksfreund - FuPa.net




Das war die Vorschau

SG Arzfeld – FV Hunsrückhöhe Morbach (Samstag, 16 Uhr, Arzfeld, Kunstrasenplatz)