Reif für den Aufstieg?
Der Rheinlandliga-Dino und seine Ambitionen in der neuen Saison


Will nach einem Jahr beim TuS Kirchberg nun wieder für die FV Hunsrückhöhe Morbach jubeln: Matthias Haubst (vorne rechts).

Will nach einem Jahr beim TuS Kirchberg nun wieder für die FV Hunsrückhöhe Morbach jubeln: Matthias Haubst (vorne rechts).

Foto: Hans Krämer

Zwei Mal Sechster, je ein Mal Vierter und einmal Fünfter: Zuletzt landete die FV Hunsrückhöhe Morbach regelmäßig im oberen Tabellendrittel der Rheinlandliga. Und nächste Saison? Klappt es da eventuell mit einem Platz ganz weit vorne und dem erstmaligen Aufstieg in die Oberliga? Bedeckt hält sich Trainer Philipp Frank vor seinem zweiten Jahr bei der Fußballvereinigung, die nach den Abgängen des FC Burgen und des SV Veldenz (TV berichtete) künftig nur noch aus den Fußballabteilungen des SV Morbach und des SV Monzelfeld besteht. Die Transferaktivitäten sieht der 32-jährige, frühere Oberligacoach des FC Karbach noch nicht als abgeschlossen an: „Aktuell möchte ich keine konkrete Prognose abgeben.“ Keinen Hehl macht er jedoch daraus, wer für ihn aktuell die großen Aufstiegsfavoriten sind: „Rot-Weiss Wittlich, gefolgt von der SG Mülheim-Kärlich und dem Ahrweiler BC. Das sind für mich die Top drei, die ich auf meinem Zettel habe.“

Was die Personalplanungen für Abwehr und Mittelfeld angeht, habe man seine Hausaufgaben gemacht. Im offensiven Bereich sieht Frank jedoch noch Luft nach oben: Im vergangenen Winter ging Noah Lorenz zu Eintracht Trier, Hendrik Thul wechselte nach nur einem halben Jahr zurück zum FSV Salmrohr. Nun ist auch Jonas Amberg weg. Mit der Empfehlung von acht Treffern und 17 Vorlagen schließt er sich dem von seinem Vater Frank trainierten Luxemburger Viertligisten Jeunesse Biwer an, wohin es mit Jonas Streit und Michael Hensel (beide vom FC Bitburg) sowie Torwart Moritz Zingen (vom dortigen Erstligisten Victoria Rosport) noch drei weitere frühere Akteure der FSG Ehrang/Pfalzel zieht.

Viel Routine bringen die beiden Rückkehrer André Petry (38, pausierte zuletzt ein Jahr lang aus beruflichen und familiären Gründen) und Matthias Haubst (28, spielte vergangene Saison für den Ligakonkurrenten TuS Kirchberg) mit. Sie sollen die Abwehr weiter stabilisieren. Kjell und (der nicht mit ihm verwandte) Henrik Molitor rücken aus der Jugend des JFV Hunsrückhöhe in den Seniorenbereich hoch. „Sie sind fester Bestandteil der ersten Mannschaft, müssen aber noch hart arbeiten. Der Weg kann auch mal über die Zweite führen, wenn es um Spielpraxis geht“, sagt Frank über die beiden Youngster. Vom Bezirksligisten SV Lüxem kam mit Detsit Choompong ein 21-jähriger Flügelflitzer. Auch in ihm sieht der FVH-Coach viel Potenzial: „Er bringt ein unheimliches Tempo mit, hat aber noch das eine oder andere taktische Defizit. In jedem Fall wird Detsit eine ernstzunehmende Option sein.“

Ein „Luxusproblem“ bahnt sich aus Sicht von Frank auf der Torwartposition an: Yannick Görgen zählt seit Jahren zum Besten, was die Rheinlandliga auf dieser Position zu bieten hat. Hinzu kommen der talentierte, aktuell aber berufsbedingt unabkömmliche Johannes Kappel (vom TuS Kirchberg), Julio Jay Tiburtius (zurück vom Trierer A-Ligisten SV Irsch) sowie Bohdan Romanovskyi, der seine Rheinlandliga-Tauglichkeit ebenfalls bereits unter Beweis gestellt hat.

Mit Max Heckler (coacht künftig gemeinsam mit Florian Knöppel die zweite Mannschaft), Lars Klassen (zum B-Ligisten SV Gonzerath) sowie Dominik Schell (pausiert) stehen drei Routiniers nicht mehr zur Verfügung.

 
  Rückkehrer Julio Jay Tiburtius heizt den Konkurrenzkampf im Tor der FV Hunsrückhöhe zusätzlich an.

Rückkehrer Julio Jay Tiburtius heizt den Konkurrenzkampf im Tor der FV Hunsrückhöhe zusätzlich an.

Foto: FuPa/Verein

„Stand jetzt“, berichtet Frank, „ziehen die Jungs gut mit“. Auch der erste Test (2:0 gegen Saar-Verbandsligist SG Bostalsee) verlief erfolgreich. 

Dem Auftaktprogramm blickt Frank mit gemischten Gefühlen entgegen: Am Samstag, 9. August, 15.30 Uhr, hat man die SpVgg Wirges zu Gast, gut eine Woche später spielt die FVH sonntags beim FV Rübenach, ehe am Samstag, 23. August, 15.30 Uhr, das Heimspiel gegen die SG Arzfeld folgt – und damit gegen einen weiteren Aufsteiger. „Uns erwartet jede Menge Euphorie, mit der die Gegner nach ihren Erfolgen in der vergangenen Saison gegen uns antreten werden“, ist der FVH-Coach überzeugt. „Von daher sollten wir gewarnt sein.“

Quelle: Volksfreund