Derby zwischen Morbach und Tarforst findet keinen Sieger
FV Morbach - FSV Tarforst 2:2 | Presseschau

Tarforst kassiert in Morbach späten Ausgleich
Nach zuletzt drei coronabedingten Spielabsagen in Folge durfte Fußball-Rheinlandligist FSV Trier-Tarforst endlich wieder gegen den Ball treten. Praktisch aus der Quarantäne heraus – direkt auf den Fußballplatz, wo man am Mittwochabend im Lokal-Derby dem FV Morbach gegenüber stand. Ausgetragen wurde die vertagte Partie des 17. Spieltags – die zwar viele Chancen schrieb, am Ende aber einen Sieger vermissen ließ.

Dabei war es zunächst der Platzhirsch aus Morbach – der schon gleich nach Anpfiff den Takt bestimmte. Ein schnelles Spiel – munter und keck obendrein, gelang den Hausherren auch prompt die Führung, als Jean Gilchris Koffi Kanga nach einem Angriff über die Außenbahn anschließend im Strafraum den Abschluss suchte und den Ball ungehindert zur schnelles Führung einschieben konnte (4.). Der stolze Ritt der Hunsrücker ging weiter. Viele Chancen reihten sich in den Folgeminuten ein – sodass Tarforst nun mehrmals dicken Dusel hatte. Ein starker Rückhalt und oftmals auch der Retter in der Not – FSV-Schlussmann Johannes München, der am Abend die ein oder andere Glanzparade in Szene setzte und sein Team gekonnt im Spiel hielt. Etwas weniger hingegen kam von Tarforst. Mühsam und schwer die ersten Minuten – mussten die Trierer Höhenkicker nach ihrer langen Corona-Pause erst einmal wieder ins Spiel finden. Stabilität war ein wichtiger Eckpfeiler – die sich nach einer halben Stunde auch erstmals ausgezahlt hat, als Tarforst via Konterangriff dank Mohammad Rashidi fast die Führung erzielen konnte. Nach Ende seines Abschluss fand Rashidi seinen Meister in Morbachs Torwart – der den Ball sicher mit seinen Händen greifen konnte. Bis zur Pause war dies aber auch die einzige Chance in den Farben des FSV. Die knappe Führung bislang verdient – kamen die Tarforster zumindest spielerisch aber immer besser ins Spiel.

Große Hoffnung – und das nach einer guten Stunde, keimte beim FSV nach einem Foulspiel im Strafraum von Morbachs Torhüter auf. Der Unparteiische entschied auf Foulelfmeter – der von Nicola Rigoni anschließend sicher zum 1:1-Ausgleich verwandelt wurde (63.). Spätestes jetzt häuften sich auch die Chancen im Tarforster Dress. Mehr Pfiff – mehr Tempo und gute Möglichkeiten in Richtung Führung. Eine ziemlich gute Chance schrieb sich Mohammad Rashidi zwanzig Minuten vor Schluss auf die Brust – als sein Abschluss gerade noch so von einem Morbacher Spieler von der Torlinie gekratzt werden konnte (70.). Zwei Minuten später (72.) erneute Chance des FSV – als Benedikt Decker nach Vorarbeit von Noah Schuch nur im Haaresbreite vergab. Auch Rigoni reihte sich zunächst zu den „Glücklosen“ ein – als er bei seinem Torschuss nicht genügend Kraft hinter dem Ball aufbringen konnte (75.). Besser machte es aber der Tarforster Torjäger drei Minuten vor Schluss – als Rigoni einen Konter eiskalt ausnutzte, anschließend mehrere Spieler im Alleingang hinter sich ließ und gekonnt und eiskalt zur 2:1-Führung vollstreckte. Doch die bis dato verdiente Führung hielt nicht lange. Die Nachspielzeit – oftmals ein Grauen für die Spieler, machte sie sich schließlich auch an diesem Abend einen unschönen Namen, als Morbach praktisch im letzten Angriff des Spiels dank einem Kopfball von Andre Petry den 2:2-Ausgleich erzielte (92.). Kein Sieger – kein alleiniger Jubel, stattdessen zwei Teams, die sich unterm Strich mit einem leistungsgerechten Remis trennten. Weiter geht die Englische Woche für die Trierer Höhenkicker bereits am kommenden Sonntag (27. März) – wenn man auswärts um 14:30 Uhr beim TuS Montabaur aufläuft.
Quelle: 5Vier.de

 



Das war die Vorschau

Rheinlandliga: Selbstbewusste Hunsrücker empfangen gebeutelte Tarforster.

FV Hunsrückhöhe Morbach - FSV Trier-Tarforst (heute, Mittwoch, 20 Uhr, Kunstrasenplatz Morbach)

Ausgangslage: Morbach hat ein spielfreies Wochenende hinter sich, da die Partie in Bitburg coronabedingt auf den 6. April (20 Uhr, Stadion Ost) verschoben worden ist. Bis auf Max Heckler, Marcel Schultheis, Lukas Servatius und Julian Eibes (die sich in der Zweitgarnitur Spielpraxis verschafften und die A-Klasse-Partie gegen Gonzerath 2:6 verloren) durften die FVH-Akteure vor dem Kräftemessen mit Tarforst durchschnaufen.

Morbachs Sportlicher Leiter Georg Schuh spricht beim kommenden Gegner von einer Wundertüte: „Zur Winterpause stand der FSV weit oben, heuer hat er aber noch keinen Sieg eingefahren. Daher treffen wir auf einen starken Kontrahenten, der aktuell Probleme hat. Wir wollen einen Heimsieg landen, uns oben weiter festsetzen und um den Aufstieg mitspielen.“

Obwohl die von Holger Lemke trainierten Tarforster nach drei Niederlagen in Folge noch immer auf den ersten Sieg nach der Winterpause warten, ist die Tabellenspitze noch in Reichweite. Lemke: „Wir gehen davon aus, dass wir am Mittwoch spielen können und den Kader mit Jungs aus der zweiten Mannschaft auffüllen werden. Die Duelle mit Morbach sind immer interessant, da die Hunsrücker Qualität auf den Platz bringen. Gefühlt haben wir seit drei Wochen nicht gespielt und immer nur mit wenigen Leuten trainiert, wollen aber dennoch punkten.“

Personal: Die Morbacher Ausfallliste wird (coronabedingt) um Max Heckler länger, während sich die personelle Situation bei den Gästen etwas entspannt hat. Anfang der Woche haben sich drei Tarforster freitesten können.
Quelle: FuPa.net - Volksfreund



Mit drei Niederlagen in Folge im Rücken sowie drei spielfreien Wochenenden – da die beiden Heimspiele gegen die SG Malberg und gegen den VfB Wissen sowie das Auswärtsspiel beim FC Germania Metternich jüngst coronabedingt abgesagt werden mussten, steuert Fußball-Rheinlandligist FSV Trier-Tarforst schon der nächsten dicken Hürde auf fremden Boden entgegen, wenn man am kommenden Mittwochabend (23. März) um 20:00 Uhr im Rahmen eines Nachholspiels (17. Spieltag) beim Tabellenvierten FV Morbach gastiert.

Zumindest sacken lassen konnte man die jüngste Niederlage aus Ahrweiler jetzt genügend. Nicht mehr ganz so schmerzhaft – blickt man zwar immer noch wehmütig auf einen missglückten Jahresauftakt zurück, ist aber auch gewillt, diesen mit Erfolgen schnell wieder zu egalisieren. „Sicherlich könnte die Stimmung im Team besser sein. Meine Jungs hätten die drei letzten Spiele sehr gerne bestritten. Wir hatten richtigen Bock – gerade auch nach den zurückliegenden drei Niederlagen in Folge, die wir aber moralisch schon sehr gut verarbeitet haben“, betont Chef-Trainer Holger Lemke.

Die nächste Chance auf Wiedergutmachung haben die Trierer Höhenkicker schon am kommenden Mittwochabend (23. März) – wenn man im Lokal-Derby beim FV Morbach aufläuft. Morbach selbst spielt derzeit eine ordentliche Runde. Platz vier in der Tabelle – fünfunddreißig Punkte unterm Strich, schlug man jüngst sogar das Topteam aus Ahrweiler. Das junge Team um Trainer Thorsten Haubst hat die nötige Qualität sich oben in der Tabelle zu halten. Besonders nach einer überschaubaren Fluktuation zur Winterpause – zählte Morbach jüngst mit Nico Kieren, der vom SV Mehring in den Hunsrück wechselte, einen Neuzugang. Die Motivation ist riesig – besonders mit Blick auf das bevorstehende Lokal-Derby gegen den FSV Trier-Tarforst, der mit fünf Punkten weniger auf dem Konto als direkter Tabellennachbar Platz fünf der Rheinlandliga ausfüllt. Es ist das Hinspiel dieser Saison des 17. Spieltags – dass damals coronabedingt ausfiel. Ein Blick auf die Gesamtbilanz dürfte Morbach jedoch nicht so rosig stimmen.

So gelang der Hunsrück-Elf aus bislang achtzehn gemeinsamen Pflichtspielen erst dreimal ein Sieg. Neben sieben Unentschieden – konnte Tarforst dagegen schon achtmal den Platz als Sieger verlassen. „Morbach ist immer ein sehr interessantes Derby und aktuell ist diese Mannschaft auch sehr gut drauf – was man auch jüngst nach dem Sieg über Ahrweiler sehen konnte. In meinen Augen ein sehr schweres Spiel für uns. Dennoch freuen wir uns sehr das wir nun endlich wieder spielen können. Natürlich muss man auch bedenken – dass wir nach den ganzen Spielausfällen erst einmal wieder reinkommen müssen. Eine gewisse Stabilität ist enorm wichtig. Aber ich denke das meine Jungs diese Aufgabe gut umsetzen werden – sodass wir in Morbach unter der Woche auch etwas Zählbares entführen können“, unterstreicht Lemke weiter, der aber auch gegen Morbach einige Ausfälle zu beklagen hat. Zwar hat sich die zuletzt dramatische Ausfallserie ein wenig beruhigt – dennoch müssen die Trierer Höhenkicker am Mittwochabend mit Marc Picko, Luca Quint, Kapitän Frank Chalve, Moritz Jost, Sebastian Schmitt, Nico Neumann und mit Elias Heitkötter auf sieben Spieler verzichten. Auf eine mögliche Rückkehr dürfen sich dagegen Fabio Fuhs – Adrian Ziewers und Noah Schuch freuen. Fraglich ist bislang noch ein Einsatz bei FSV-Keeper Johannes München – der zuletzt aufgrund eines grippalen Infekts nur bedingt trainieren konnte. AM
Quelle:
André Mergener, Homepage FSV Tarforst