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Gespräch mit Jörg Jenke (27.07.10) ![]() Mit guter Laune und Leistung will Jörg die Fans erobern |
Hallo
Jörg,
viele SVM-Fans werden sich fragen, wie kommt ein Spieler aus Burgbrohl nach
Morbach.
Erklär mal kurz wie es dazu kam.
Jörg: Da ich seit Oktober letzten Jahres in Trier wohne
und an der Europäischen Akademie des Rheinland-Pfälzisches Sports
eine Ausbildung zum Sportlehrer absolviere, lag es nahe einen Verein in kürzerer
Entfernung zu suchen.
Von Trier aus liegen ja einige Rheinlandligisten näher
als Morbach. Warum die Entscheidung pro SVM?
Jörg: Es gab natürlich mehrere Interessenten in der
Rheinlandliga, für die ich mich hätte entscheiden können. Der
Vorstand, sowie der Trainer haben mir die Perspektiven beim SVM erläutert
und mich damit auch überzeugt, dass ich eine feste Rolle in der Mannschaft
spielen werde. Einige Spieler kenne ich von früher aus der Rheinland-Auswahl,
die mir nur Positives zu berichten hatten.
Nun konntest du dir ja in den paar Wochen Vorbereitung
und dem Gemeindepokalturnier zuletzt im AJ-Stadion ein kleines Bild vom SVM
machen. Wie ist dein erster Eindruck vom Verein bisher?
Jörg: Ich habe selten, einen so gut strukturierten Verein
in der Rheinlandliga gesehen. Spieler, Trainer und der Vorstand sind mit Elan
bei der Sache, da macht das Spielen besonders Spaß.
Auch, dass die Fans vollkommen hinter ihren Verein stehen, gibt es nicht überall.
Mit deinem letzten Verein, der Spvgg Burgbrohl, hast
du ja eine turbulente Saison hinter dir.
Als ein Geheimfavorit auf den Titel in die Saison gestartet, konnte man am Ende
gerade noch so den Abstieg verhindern. Aber nach einem 0:8 in Morbach folgte
kurz darauf der Finaleinzug im Rheinlandpokal, wo ihr nur knapp mit 1:2 den
Kürzeren gegen Eintracht Trier gezogen habt und du sogar den Treffer für
Burgbrohl erzielt hast.
Wie ist sich so was zu erklären?
Jörg: Durch den längeren krankheitsbedingten Ausfall
des Trainers, ist die Mannschaft verunsichert gewesen. Dies dann wieder in den
Griff zu bekommen dauert seine Zeit.
Beim Rheinland-Pokal war es so, dass mit jedem gewonnenen Pokalspiel der Wille
mehr wurde, es ins Finale zu schaffen. Bei den Pokalspielen haben wir manchmal
mehr gegeben, als bei den Meisterschafts-Spielen und jeder Sieg hat mehr motiviert.
Natürlich war es toll, bei meinem letzten Spiel für Burgbrohl noch
das Tor im Rheinlandpokal-Finale zu erzielen.
Dein erstes Meisterschaftsspiel für den SV Morbach
könnte am 15.08. gleich gegen deinen alten Verein sein. Mit welchem Gefühl
wirst du in dieses Spiel gehen, nachdem du zuvor drei Jahre für diesen
Verein gespielt hast?
Jörg: Natürlich gibt es gemischte Gefühle. 3
Jahre mit Höhen und Tiefen schweißen schon zusammen. Es wird sicher
kein so einfaches Spiel werden, wie damals das 0:8, das weiß ich von den
Spielern der Spvgg Burgbrohl. Ich hoffe, dass ich dieses Spiel gegen meine alte
Mannschaft von Anfang an mit bestreiten werde und mit meinen Mannschafts-Kollegen
den Sieg holen werde.
Der Vater von Schlack´s hatte mir letzten Sonntag
gesagt, es wären so viele neue Spieler gekommen, er hätte noch nicht
einmal alle kennen gelernt die gerade weggegangen sind.
Das heißt soviel, ist ein Jörg Jenke auch nach dem Spiel noch anwesend
und offen für Gespräche mit den SVM-Fans?
Jörg: Na klar! Wer Jörg Jenke kennt, weiß dass
er ein lustiger, sozial eingestellter Mensch ist. Ohne die Fans, wäre der
Verein nicht so stark und motiviert. Nach dem Spiel gehört es sich meiner
Meinung nach, noch mit den Fans konstruktive Gespräche zu führen.
Du feierst in diesem Jahr deinen 30. Geburtstag, welche
sportlichen Ziele hast du dir noch gesetzt und wie viele Jahre möchtest
du mit diesem Aufwand noch Fußball spielen?
Jörg: Gerne würde ich in diesem Jahr mit den SVM
in die Oberliga aufsteigen. Natürlich ist das nicht einfach, aber es wäre
schon eine tolle Sache und dafür werde ich mein Bestes geben.
Generell fühle ich mich noch topfit und solange das so bleibt, werde ich
weiter auf diesem Niveau Fußball spielen. Da bin ich sehr zuversichtlich.
Ich wünsche dir eine gute Zeit beim SVM und möge
deine Ziele in Erfüllung gehen.
Für das Gespräch bedankt sich Udo Greweling
©
svmorbach2010