Sportplätze und Clubheime
des SV Morbach
Der
erste Sportplatz der begeisterten Fußballjugend befand sich rechts an der Straße
nach Weiperath, an den so genannten Weiperather Fichten, auf der Gemarkung
Rapperath. Heute ist hier eine Wiese.
Nach
Freigabe der Morbacher Jungviehweide und mit der Gründung des Sportvereins
Morbach wurde der Platz beim damaligen „Waldkaffee“ (heutiger Tannenweg)
benutzt. Dieser behelfsmäßige Platz wurde 1932 als „Notstandsmaßnahme“
durch Arbeitslose eingeebnet und erhielt die Maße, die für die Austragung von
Punktspielen vorgeschrieben sind.


Dieses
Fußballfeld wurde von den Kickern des SV Morbach bis 1970 bespielt, ehe der
Umzug in das neu geschaffene Sportzentrum mit einem Hartplatz im Dhrontal, an der
Straße nach Bischofsdhron, erfolgte.

Der
Hartplatz im Sportzentrum
Die
Einweihung des Sportzentrums am 07.11.1970 war mit dem Spiel der ehemaligen
Weltmeisterelf von 1954, die allerdings nicht komplett erschienen war, gegen
eine AH-Kombination Eintracht Trier / 1. FC Saarbrücken, für Morbach und das
Trierer Land ein einmaliges Erlebnis. Rund 7000 Zuschauer erlebten einen
7:1-Sieg des Berner Weltmeisters, der in folgender Aufstellung spielte: Hölz,
Schlienz, Schmidt, Liebrich, Erhardt, Mai, Rahn, Eckel, Ottmar Walter, Biesinger,
Fritschi, Strittmatter.
Sepp
Herberger, der verstorbene Bundestrainer und Vater der Weltmeisterelf 1954, führte
den Anstoß aus und Fritz Walter wurde zu seinem 50. Geburtstag von dem
Vorsitzenden des SV Morbach, Josef Urig, beglückwünscht.
Der
Rahmen war wie bei einem Großkampf: viele Hunderte von Fahrzeugen, dichte
Zuschauerreihen, die auf die Hänge hinauf auswichen, ein kleines Heer von
Fotografen, Lautsprecheranlage und sogar das Südwest-Fernsehen war erschienen.
Gleichzeitig wurde das Sporthotel eingeweiht, das von dem Mitglied der
Weltmeisterelf, dem 32fachen internationalen und früheren Spieler des 1. FC
Kaiserslautern, Horst Eckel übernommen wurde.
1982
wurde als Vereinsmaßnahme des SV Morbach mit dem Bau eines Sportlerheimes im
Sportzentrum begonnen. Die Einweihung erfolgte am 28.08.1983. Die SVM-Gemeinde
hatte ihr erstes zu Hause.

Das
ehemalige Clubheim im Sportzentrum
10
Jahre nach seiner Fertigstellung war 1980 die erste Sanierung des Hartplatzes
notwendig. Während der monatelangen Arbeiten auf dem Fußballfeld mussten die
Spiele unserer Teams eine Saison lang auf dem Hundheimer Sportplatz ausgetragen
werden.
Im
August 1986 stellte sich mit dem frischgebackenen Aufsteiger FC Homburg der
erste Fußball-Bundesligist in Morbach vor. Gegen eine Auswahl der EG Morbach
behielten Jimmy Hartwig & Co. knapp mit 2:0 die Oberhand.
1991
stand die zweite Generalüberholung des Hartplatzes an, der zum zweiten Mal
saniert wurde. Die Flutlichtanlage wurde dabei ebenfalls wieder mit großem
Aufwand erneuert.
Während
diesen Arbeiten trug der SV Morbach seine Heimspiele auf dem Sportplatz
Bischofsdhron aus.
Der
lang gehegte Wunsch, einen Rasenplatz für den Spielbetrieb nutzen zu können,
wurde 1992 Wirklichkeit. 20 Jahre
nach der Einweihung des Sportzentrums wurde am 12.07.92 die vereinseigene
Rasensportanlage eingeweiht, die sich unmittelbar neben dem „alten
Hartplatz“ befindet.

Erste Bodenbewegungen für die Rasensportanlage


"Der Macher" Ehrenvorsitzender Alfons-Jakobs nach dem das Morbacher Stadion benannt wurde

Die
Rasensportanlage
Nur
drei Wochen später gab der zweite Bundesligist seine Visitenkarte in Morbach
ab. Der 1. FC Kaiserslautern gastierte mit Spielern wie Stefan Kuntz, Bjarne
Goldbaek, Reinhard Stumpf mit dem kompletten Profi-Kader und besiegte die
Auswahl der EG Morbach vor 3000 Zuschauern mit 9:0.

Spielszene
vom FCK-Spiel mit den vollbesetzten Rängen
Ein
Jahr später entstand an der Sportanlage für unsere jüngsten Besucher eine
Attraktion, als der neue Kinderspielplatz mit einigen „Turngeräten“ und
einem Sandkasten zur Verfügung stand.
In
den darauf folgenden Jahren wurde auf Initiative des Sportvereins der Bau des
Morbacher Festplatzes in Angriff genommen. Unter Mitwirkung aller Morbacher
Ortsvereine entstand dieser Platz oberhalb der Rasensportanlage, der neben der Möglichkeit
ein großes Festzelt aufzustellen auch eine große Parkfläche für
Veranstaltungen im Sportzentrum und der Baldenau-Halle bietet.

1999
wurde das neue SVM-Clubheim fertig gestellt und die Rasensportanlage in
„Alfons-Jakobs-Stadion“ umbenannt. Das Gebäude mit seinen geräumigen
Einrichtungen ist neben dem gepflegten Rasenplatz der ganze Stolz der
SVM-Gemeinde. Die Umbennenung der Sportanlage erfolgte zu Ehren des langjährigen
1. Vorsitzenden des Sportvereins, Alfons Jakobs, der maßgeblich an den Baumaßnahmen
der beiden Sportlerheime und „seines“ Stadions beteiligt war.

Der Rohbau des Clubheimes

Das
moderne Clubheim des SV Morbach
Am
09.06.2000 war das Alfons-Jakobs-Stadion zum erstenmal bis zum letzten Platz gefüllt,
als mehr als 4000 Zuschauer dem feierlichen Gelöbnis des 52.
Raketenartelleriebattallions beiwohnten.

Blick
auf die Soldaten mit den gefüllten Zuschauerrängen
Im
Jahr 2000 wurde unter Federführung
von Anton Greweling mit Mitteln aus der „Jugendkasse“ ein Kiosk am Hartplatz
errichtet, um die Bewirtung der dortigen Zuschauer zu gewährleisten.
Folgerichtig bekam das Holzgebäude den Namen „Onkel-Tünns-Hütte“.

Im Jahr 2007 nahm man in Morbach die nächste große Baumaßnahme in Angriff als mit dem Bau einer Kunstrasenanlage begonnen wurde. Die Anlage wurde im Juni 2008 fertig gestellt und erneut mit einem Spiel gegen den 1. FC Kaiserslautern eingeweiht (siehe Fotos unten).


Bildergalerie der gesamten Baumaßnahme
© svmorbach2008-JürgenErz